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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Stichwort: Satire für die Moral-Elite

von Norbert Copray vom 22.06.2018
Das Jahr 68 in Karikatur und Cartoon

Saskia Wagner (Hg.)
Die 68er
Cartoons. Lappan. 126 Seiten. 14 €

Wolfgang Kleinert/Dieter Schwalm (Hg.)
Runde Bilder
Cartoons für Fußballer und Fans. Lappan. 168 Seiten. 9,99 €

Antje Haubner/Wolfgang Kleinert/Dieter Schwalm (Hg.)
Beste Bilder 8
Die Cartoons des Jahres. Lappan. 168 Seiten. 9,99 €

Til Mette
Cartoons
Für die moralische Elite mit Bildung, Geld & gutem Geschmack. Lappan.
124 Seiten. 14,99 €

Michael Holtschule/
Martin Perscheid (Hg.)
Statt Noten
Cartoons für Musiker. Lappan. 122 Seiten. 9,99 €

Gerhard Mester
Bruder Franz
Neue Cartoons. St. Benno. 40 Seiten. 7,95 €. Bestell-Nr: 1587 im Publik-Forum-Shop

Kein Medium, das sich 2018 nicht mit »1968«, der Vorgeschichte und den Folgen befasst hätte. Manche Zeitung verfolgt das Thema mit einer Serie durchs ganze Jahr. Doch zu den 68ern passt neben der Analyse und Erinnerung vor allem, die komischen Seiten der Bewegung in den Blick zu nehmen. Denn Ironie, gerade auch die Selbstironie, war und ist ein wichtiges Merkmal der 68er-Generation, die zwar auch teilweise sehr ernst die Weltrevolution plante, aber zugleich viele Clowns und Komiker in ihren Reihen hatte – darunter so manchen unfreiwillig Komischen.

Die Cartoons »Die 68er« von 36 Cartoonisten sind eine wunderbare Möglichkeit, zurückzublicken, den damaligen Zeitgeist mit dem heutigen zu konfrontieren, die Kultur der »komischen Bilder« auf sich wirken zu lassen – wozu Ágnes Heller (vgl. Seite 54) auch Karikaturen zählt. Der Versuch, die Spannung zwischen der Welt, »in die man geworfen ist«, und dem eigenen genetischen Erbe mit selbstkreierten komischen Bemühungen auszugleichen, kann so als Quelle der Erheiterung und Selbstironie dienen.

Wie etwa im Cartoon von Michael Holtschule. Darin sagt ein 68er zu seinem Enkel: »Wer zu viel netflixt, verliert den Weitblick.« Dann hört man diesen rufen: »Oma! Opa dichtet schon wieder Spontisprüche um.« Bei Mario Lars fragt eine Enkelin den Opa: »Wer war eigentlich dieser Martin Luther King?« Antwort: »Der König der Protestanten!«

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