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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Streitfragenzur Zukunft: Muss unser Lebensstandard sinken?

vom 22.06.2018
Leserstimmen Der Ökonom Niko Paech fordert eine Konsum-Obergrenze. Bernhard Emunds will den Lebensstandard ändern, aber nicht senken. Jetzt haben die Leserinnen und Leser das Wort

Niko Paech und Bernhard Emunds sind sich in einem einig: Wir brauchen einen grundsätzlichen Umbau unserer Produktions- und Konsumweise, eine große Transformation. Damit ist die globale ökologische Situation eine Herausforderung für unseren Lebensstil. Es kann so nicht weitergehen mit dem Fliegen, dem Fleischkonsum, dem Individualverkehr. Niko Paech sagt klar: Es geht nicht ohne persönlichen Verzicht und Einschränkung. Wie wohltuend, wenn einer sich traut, das so pointiert auszusprechen. Ich wünschte mir, es gäbe Politiker und Politikerinnen, die den Mut dazu aufbrächten. Helmut Törner-Roos, Frankfurt a. Main

Wir wollen es einfach nicht wahrhaben, dass wir mit unserem Streben nach einem hochmateriellen Lebensstandard und mit unserem technologischen Fortschrittsmythos nicht nur unseren Planeten in allen seinen Sphären vermüllen und vergiften, sondern auch viele Rohstoff- und Energiereserven für unsere Kinder und Kindeskinder aufbrauchen. Nur um dies nicht einsehen und zugeben zu müssen, ersinnen wir heute die euphemistische Ausrede von einer grünen Wachstumsrevolution. Dabei zeigt sich schon heute, dass Ansätze zu nachhaltigem und recycling-gerechtem Wirtschaften nicht die chaosträchtige Wirtschaft ablösen, sondern dass sie immer nur ein weiteres »Mehr« produzieren: zu Energie aus Kohle, Gas und Erdöl kommen die Nachhaltigen aus Wind, Geowärme, Sonne und Kernenergie noch dazu. Auch die Anschaffung von energieverbrauchenden Geräten und die Mobilität nimmt zu: mehr Autos, Autobahnen, Parkplätze, Kreuzfahrtschiffe. Nein, mit dem traurigen Eingeständnis, Verzicht üben zu müssen, können wir nur Niko Paech zustimmen, der uns Suffizienz als einen ganz unverzichtbaren Faktor künftiger Entwicklung vor Augen führt. Gerhard Loettel, Magdeburg

Nein, der Lebensstandard muss nicht sinken. Man muss nur mit allen Waren und Gütern sorgsamer umgehen. Als Kriegskind, das Lebensmittelknappheit und Hunger erlebt hat, kann ich gar nicht begreifen, wie viel weggeworfen und verschwendet wird. Das gilt nicht nur für Nahrungsmittel, sondern auch für Kleidung, Möbel und Haushaltsgeräte. Ursula Ziegler-Nordström, München

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