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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Klingende Liebeserklärung

Kammermusik. Rudi Stephan war die vielleicht größte Hoffnung der deutschen Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts – und ist dann doch fast in Vergessenheit geraten. Dem Pianisten Hinrich Alpers ist es zu verdanken, dass nun sämtliche Lieder und die vollständige Kammermusik Stephans erstmals gesammelt auf Tonträger zugänglich sind.

1887 in Worms geboren, macht Rudi Stephan mit seiner authentischen Tonsprache, seinem kreativen Umgang mit Farben und der großen Offenheit gegenüber den französischen Impressionisten auf sich aufmerksam – ein starker Gegenpol zur Wiener Schule oder dem mächtigen Zeitgenossen Richard Strauss. Doch schon 1917 setzt der Erste Weltkrieg seinem Schaffen ein brutales Ende: Stephan stirbt mit 28 Jahren als Soldat in der heutigen Ukraine.

Im Gedenken an das hundertste Todesjahr des Komponisten haben Hinrich Alpers und begeisterte Kollegen Konzerte mit Werken Stephans organisiert, um seine Musik wieder ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zu rufen. Daraus entstand diese Doppel-CD, die bei Sony erschienen ist: Alpers selbst begleitet die Sopranistin Tehila Nini Goldstein und den Bariton Hanno Müller-Brachmann in sämtlichen Liedern. Man hört, dass ihm das Projekt eine Herzensangelegenheit ist: jeder Ton, jede Phrase ist mit Herzblut gefüllt. Alpers ist auch als Interpret ein bezwingender Vermittler. Mit derselben Hingabe agieren das Kuss-Quartett mit Nabil Shehata am Doppelbass und Marie-Pierre Langlamet an der Harfe. Unter ihren Fingern funkelt die aufregende »Musik für sieben Saiteninstrumente« aus dem Jahr 1912, die das Doppelalbum quasi als Höhepunkt abschließt. Eröffnet wird das Programm aber mit der »Groteske für Geige und K