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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2017
Im Herzen die Freiheit
Iran: Reise in ein Land der Widersprüche
Der Inhalt:

Vorgespräch: Wie glücklich ist Wuppertal?

von Eva-Maria Lerch vom 23.06.2017
Fragen an Hans Haake vom Wuppertal Institut zur Einführung einer GlücksApp für seine Stadt

Publik-Forum: Herr Haake, Sie haben soeben eine Handy-App eingeführt, mit der Sie das Glück der Wuppertaler messen wollen. Warum machen Sie das?

Hans Haake: Weil diese moderne Möglichkeit uns die Chance gibt herauszufinden, unter welchen Bedingungen Menschen glücklich leben können – und zwar so, dass die Lebensgrundlagen dabei nicht zerstört werden.

Und wieso gerade in Wuppertal?

Haake: Wir hätten das natürlich auch woanders machen können, aber als Wuppertal Institut sind wir selbst ein Teil dieser Stadt. Wir haben hier viele Kontakte und können die Wuppertaler dann auch dabei begleiten, die Ergebnisse unserer Glücksstudie konkret in die Stadtentwicklung umzusetzen.

Wie funktioniert denn diese GlücksApp?

Haake: Wir brauchen tausend Teilnehmer, die das Programm auf ihr Handy laden und unsere Fragen beantworten. Etwa: Fühlen Sie sich sicher in Wuppertal? Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeit? Wir fragen sie das mehrfach, denn das Lebensgefühl verändert sich ja mit den Orten und Bedingungen. Wer will, kann dabei auch ein Glückstagebuch führen und aufschreiben, was er oder sie gerade macht und fühlt.

Was versprechen Sie sich davon?

Haake: Die Glücksrückmeldungen sollen offenbaren, welches Lebensumfeld Menschen brauchen, um darin aufzublühen und ihr Leben als sinnvoll zu empfinden. Sie dienen aber nicht nur der Forschung, sondern auch der Bürgerbeteiligung: Die Erfahrungen können neuralgische Punkte und bestärkende Orte in der Stadt ausmachen und in die Debatte über die Stadtentwicklung einfließen. Wir haben übrigens schon 889 Teilnehmer gewonnen. Für jeden werden fünf Euro an eine soziale Institution in Wuppertal ausgezahlt. Und die Teilnehmer bestimmen selbst, an welche.

Ältere Leute nutzen aber selten Apps. Fallen die aus der Glücksforschung raus?

Haake: Nein, wir fragen in der GlücksApp auch nach dem Alter. Wenn die Verteilung nicht repräsentativ ist, werden wir sie anschließend durch Papierbefragungen ergänzen. Das gilt auch für die verschiedenen Milieus und die Migrantenquote.

Was macht denn eigentlich das Glück einer Bevölkerung aus?

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