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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2017
Im Herzen die Freiheit
Iran: Reise in ein Land der Widersprüche
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 23.06.2017

Streit um fairen Handel

Zu: »Die Tücken des fairen Handels (10/17,
Seite 12-15)

Der Artikel hat in unserer Weltladen-Gruppe – gelinde gesagt – Erstaunen ausgelöst. Alle darin aufgezeigten Probleme oder »Tücken« des fairen Handels resultieren daraus, dass die effektive Arbeit eines fairen Handels, wie ihn zum Beispiel die Gepa praktiziert, durch Supermarktketten und ihre zum Teil intransparente Produkt-Zertifizierung verwässert wird. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein Produkt, das nur zwanzig Prozent des Kakaos in einer Schokolade aus höher bezahltem Kontingent enthalten muss, ist nicht wirklich fair und kann nicht die Armut der Produzenten beseitigen, schon gar nicht die der Plantagenarbeiter. Renate Krüger, Weltladen La Esperanza, Buchholz

Sie stellen zu Recht fest, dass zu wenig Verbraucher bereit sind, die etwas teureren Produkte aus dem fairen Handel zu kaufen. Sie müssten aber die Frage stellen, warum der Marktanteil von fairem Kaffee bei nur drei Prozent liegt, und das nach über vierzig Jahren Pionierarbeit der etwa 800 Weltläden in Deutschland und von 6000 Aktionsgruppen. Arbeiten Sie doch daran, dass »die Produzentinnen des Südens in den Mittelpunkt rücken und sie angemessene Preise bekommen« oder dass die Verbraucher sich auf deutlich höhere Preise für fair gehandelte Produkte einstellen, wenn sie mehr Gerechtigkeit schaffen wollen. Schauen Sie doch mal, wie viel wohlhabende Christen in Discountern einkaufen. Dies zu ändern wäre für Publik-Forum ein sinnvoller Auftrag. Georg Stickel, Weltladen Herrenberg

Der Artikel von Claudia Mende liest sich wie eine Werbebroschüre von Transfair, denn sie setzt Transfair ein als Synonym für fairen Handel. Transfair ist eine Siegel-Organisation, die sich gern mit fairem Handel schmückt, aber leider die Regeln des fairen Handels in keiner Weise respektiert. Barbara Kurzeck, Buchholz

Schon lange kaufen wir »Fair-Trade«-Kaffee und achten dabei weniger auf den Preis, sondern auf die Bedingungen der Produzenten. Der nächste

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