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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2013
Fernweh trifft Wirklichkeit
Wie fair kann Tourismus sein?
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 28.06.2013

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hat ein jüngst veröffentlichtes Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) scharf kritisiert. Mit dem Papier unter dem Titel »Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken« erwecke die EKD den Eindruck, Ehe und Familie könnten homosexuellen Partnerschaften unter christlicher Perspektive absolut gleichgestellt werden. Man sage: »Alles ist möglich, und alles ist irgendwie gleichwertig.« Dies, so Glück, sei aber keineswegs der Fall. Die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau müsse die Norm bleiben. Wenn die EKD bei dieser Haltung bleibe, erschwere das die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche in sämtlichen familienpolitischen Fragen. Auch katholische Bischöfe kritisierten das EKD-Papier scharf. »Die deutschen Bischöfe sind sehr besorgt darüber, wie hier in einem offiziellen Text des Rates der evangelischen Kirche eine Relativierung der lebenslang in Treue gelebten Ehe erfolgt«, sagte der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der die Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz leitet.

Oranna Naudascher-Wagner, bisher Diakonin in der alt-katholischen Pfarrgemeinde Hamburg, wird am 29. Juni in Mannheim vom alt-katholischen Bischof Matthias Ring zur Priesterin geweiht. Die 55-jährige verheiratete Diplom-Theologin wird künftig ehrenamtlich die 83 Mitglieder der Hamburger Gemeinde betreuen. Hauptberuflich arbeitet sie in einem Altenpflegeheim als Fachkraft für Menschen mit Demenz und in der Sterbebegleitung.

Carolin Kekebus, Komikerin, ist aufgrund eines Videoclips mit den Piusbrüdern und der Staatsanwaltschaft konfrontiert. In ihrem Clip »Dunk den Herrn« rappt Kekebus als Nonne und Messdiener verkleidet und spart nicht mit frivolen Gesten. Die Piusbruderschaft hatte die Gläubigen aufgefordert, Anzeige gegen das Video zu erstatten. Danach gingen zehn Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft ein. Der WDR schnitt den Clip aus seinem Programm. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn will prüfen, ob ein Anfangsverdacht vorliegt: »Die Hürden, bis Satire strafrechtlich relevant wird, sind jedoch sehr hoch«, sagte er.

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