Personen und Konflikte
Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hat ein jüngst veröffentlichtes Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) scharf kritisiert. Mit dem Papier unter dem Titel »Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken« erwecke die EKD den Eindruck, Ehe und Familie könnten homosexuellen Partnerschaften unter christlicher Perspektive absolut gleichgestellt werden. Man sage: »Alles ist möglich, und alles ist irgendwie gleichwertig.« Dies, so Glück, sei aber keineswegs der Fall. Die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau müsse die Norm bleiben. Wenn die EKD bei dieser Haltung bleibe, erschwere das die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche in sämtlichen familienpolitischen Fragen. Auch katholische Bischöfe kritisierten das EKD-Papier scharf. »Die deutschen Bischöfe sind sehr besorgt darüber, wie hier in einem offiziellen Text des Rates der evangelischen Kirche eine Relativierung der lebenslang in Treue gelebten Ehe erfolgt«, sagte der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der die Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz leitet.
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