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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2020
Mission impossible
Kolonialismus und Rassismus in christlichem Gewand
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 12.06.2020

Anne Soupa, katholische Theologin, bewirbt sich auf die Leitung des Erzbistums Lyon. Sie schickte dem vatikanischen Nuntius in Paris ihren Lebenslauf, ein Glaubensbekenntnis und ein Reformprogramm. Seit März ist die Stelle in Lyon vakant. Kardinal Philippe Barbarin war von der Leitung des Erzbistums zurückgetreten, nachdem ihm die Nichtanzeige von Missbrauchsfällen in seinem Erzbistum vorgeworfen worden war. Soupa sieht ihre Bewerbung als Antwort auf die Aufforderung des Papstes, mehr gegen Missbrauch und verkrustete Machtstrukturen zu tun.

Romuald Adamek, Chefarzt einer katholischen Klinik in Düsseldorf, der wegen einer zweiten Eheschließung entlassen wurde, vom Bundesarbeitsgericht aber Recht bekam (vgl. Publik-Forum 18/18), hat erneut eine Kündigung erhalten. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger unter Berufung auf Adameks Anwalt. Dieser sagte der Zeitung: »Ich kann mich des Eindrucks einer Retourkutsche nicht erwehren.« Man habe Klage eingereicht. Der Hauptgeschäftsführer des katholischen Klinikverbundes VKKD, Jürgen Braun, gilt als enger Vertrauter des Kölner Weihbischofs Dominikus Schwaderlapp, in dessen Amtszeit als Generalvikar der »Fall Adamek« begonnen hatte. Schwaderlapp kündigte kürzlich seine Mitarbeit am Synodalen Weg auf, weil dieser auf eine Veränderung der katholischen Sexualmoral ziele.

Dolkun Isa, Präsident des Weltkongress der Uiguren, ist enttäuscht darüber, dass es keine globalen Anstrengungen gibt, um die Situation der Uiguren zu verbessern. Obwohl Chinas Verbrechen gegen die Menschlichkeit zweifelsfrei bewiesen seien, habe sich bislang wenig getan, sagt Isa. Die sogenannten China-Cables offenbarten im November, dass Angehörige der muslimischen Minderheit in der Provinz Xinjiang systematisch in Lager gesteckt und ihrer kulturellen und religiösen Existenz beraubt werden.

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