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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2020
Mission impossible
Kolonialismus und Rassismus in christlichem Gewand
Der Inhalt:

Geschichte zu m Anziehen

vom 12.06.2020
BU machen (Foto: Bernard Collet)
BU machen (Foto: Bernard Collet)

Die farbenfrohen afrikanischen Stoffe erzählen eine Geschichte der Globalisierung, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Vor 400 Jahren stellten Handwerkerinnen im heutigen Indonesien feine Batikstoffe her. Im 19. Jahrhundert wollten holländische Unternehmen diese Stoffe durch Industrieware aus dem Markt drängen. Doch das klappte nicht, und so verkauften die Händler ihre billigen Stoffe bei den Zwischenstopps in afrikanischen Häfen. An der Goldküste, dem heutigen Ghana, verbreiteten sich die bunten Muster. Sie vermischten sich mit lokalen Traditionen und wurden zum Zeichen afrikanischer Identität. Der massenhafte Import westlicher Altkleidung zerstörte schließlich die Textilherstellung in Afrika. Heute kommen hochwertige Waxprints aus Holland, die billigen Kopien dagegen aus China. Womit sich der Kreis um den Globus fast wieder schließt.

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