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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2020
Mission impossible
Kolonialismus und Rassismus in christlichem Gewand
Der Inhalt:

Geistreicher Gottsucher

von MS vom 12.06.2020
in Memoriam: Lorenz Marti

Unerwartet ist Lorenz Marti, Sohn des bekannten Pfarrerdichters Kurt Marti, am 27. Mai im Alter von 68 Jahren gestorben. Lorenz Marti studierte Geschichte und Politik in Bern und war 35 Jahre lang beim Schweizer Sender DRS für Religionsthemen zuständig. Seine Sendungen erreichten eine ungewöhnlich große Zuhörerschaft. Seine Bücher, die sich durch fein beobachtete poetische Alltagsbetrachtungen auszeichneten, erschlossen vielen Leserinnen und Lesern religiöse Fragen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft fürs Schreiben. Je älter er wurde, desto mehr schätzte er die Konzentration aufs Wesentliche. Das verband ihn mit dem Maler Gerhard Richter und dem Komponisten Arvo Pärt, die ihm Vorbilder waren. »Gottesbilder sind menschliche Erfindungen. Aber ein Geheimnis bleibt, für das die Bezeichnung ›Gott‹ nur ein ausgebleichtes Etikett ist. Auf das Etikett kann ich verzichten, auf das Geheimnis nicht« – so beschrieb er seine freiheitsliebende Spiritualität.

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