Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2019
Auf der Kippe
Welche Zukunft hat die evangelische Kirche?
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Mein Sohn wurde verschleppt«

von Knut Henkel vom 07.06.2019
Der Kolumbianerin Fabiola Lalinde (81) hat aufgedeckt: Ihr Sohn wurde vom Militär ermordet
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Als sich mein Sohn Luis Fernando am Mittwoch, den 3. Oktober 1984, nicht bei mir meldete, wurde ich unruhig, am Tag darauf nervös, und schließlich bekam ich Angst. Ich fing an, ihn zu suchen. Ihm musste etwas passiert sein. Es hat lange gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass die Armee meinen Sohn verschleppt und getötet hat. Noch länger dauerte es, bis ich wusste, wer dafür verantwortlich war und es auch beweisen konnte. All das habe ich gemeinsam mit meiner Tochter Adriana und einem Filmteam in Szene gesetzt. In »Operación Cirirí« haben wir das gewaltsame Verschwinden meines Sohnes und meine Suche nach seinen Überresten aufgearbeitet – eine Suche, die mich 34 Jahre beschäftigt hat und erst vor ein paar Monaten für mich endete.

Ich bin alt, mein Kopf will nicht mehr so wie früher. Aber mit