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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2019
Auf der Kippe
Welche Zukunft hat die evangelische Kirche?
Der Inhalt:

Frauen stellen Machtfrage

Das Forum katholischer Theologinnen greift die Struktur der Männer-Kirche an

Mit welchen Strategien lässt sich den männlich dominierten Machtstrukturen in der katholischen Kirche begegnen? Diese Frage diskutierten 71 Theologinnen aus Deutschland, Österreich, Belgien, Peru, Brasilien und der Schweiz vom 24. bis 26. Mai 2019 beim 14. Hohenheimer Theologinnen-Treffen unter dem Titel »GOTT MACHT ÖFFENTLICH«.

»Unsere Antwort auf die schwierigen Rahmenbedingungen für Frauen im Machtgefüge der katholischen Kirche ist, uns zu vernetzen und solidarisch zu unterstützen. Wir werden nicht schweigen«, sagt Gunda Werner, Vorsitzende des Forums katholischer Theologinnen AGENDA e. V.

Die Tagung nahm unter anderem Bezug auf die aktuellen Frauenproteste in der katholischen Kirche, die mit der Streik-Aktion »Maria 2.0« bundesweit öffentlich wurden. Die Theologinnen machten klar, dass sich in diesem Streik mittelbar auch ihre Lage als Wissenschaftlerinnen spiegele: Sie seien im Machtgefüge der Kirche qua Geschlecht benachteiligt.

Zur Tagung eingeladen hatte das Forum zusammen mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, unterstützt von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB). »Mich freut besonders, dass viele junge Frauen Teil des Agenda-Netzwerkes sind. Sie fordern selbstbewusst ihren Platz in theologischer Wissenschaft und in kirchlichen Strukturen ein«, so Gunda Werner.

Das Forum katholischer Theologinnen, 1998 gegründet, hat aktuell 280 Mitglieder. Neben der interreligiös ausgerichteten Europäischen Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen (ESWTR)