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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2016
Klare Kante, neue Hoffnung
Der Katholikentag in Leipzig
Der Inhalt:

Macher mit Leidenschaft

von Annette Lübbers vom 10.06.2016
Ashoka Deutschland vergibt Stipendien für angehende Sozialunternehmer

Gloria Amoruso hat ihren Master in Europawissenschaften gemacht und schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit. Zu einem Zeitpunkt, wo andere noch sinnen, wie sie den Start ins Berufsleben schaffen sollen, ist die 28-Jährige schon Geschäftsführerin ihres eigenen Unternehmens. Vor fünf Jahren gründete sie zusammen mit einer Freundin in Berlin den Verein »Kein Abseits!« Heute beschäftigt sie fünf festangestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Mit sport- und erlebnispädagogischen Maßnahmen vermittelt der Verein Begegnungen zwischen deutschstämmigen Kindern und solchen mit Migrationshintergrund. Außerdem wirbt er Paten für benachteiligte Kinder, die ihnen Erfahrungen außerhalb ihres Milieus bieten und den Kindern als Vorbilder dienen können. »Ich möchte, dass benachteiligte Kinder positive Erlebnisse haben, bevor sie in unserem Bildungssystem viel zu früh aussortiert werden«, sagt Amoruso. Sie stammt aus einer bildungsfernen Familie und hat selbst erlebt, wie wichtig Vorbilder für ihren Lebensweg waren.

Gloria Amoruso hat bei der Gründung ihres Sozialunternehmens von einem Stipendienprogramm der Ashoka Deutschland gGmbH profitiert. Mit dem Programm Engagement mit Perspektive (PEP) werden junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren unterstützt, die sich mit einer gemeinnützigen Idee selbstständig machen wollen. Für ein Jahr übernimmt Ashoka teilweise oder auch komplett die Lebenshaltungskosten und Weiterbildungen, hilft bei der Anschubfinanzierung und begleitet die jungen Sozialunternehmer intensiv. Wer gefördert werden will, muss sich bewerben. »Die Jury legt ein besonderes Augenmerk auf die unternehmerische Persönlichkeit, innovative neue Ideen und ihre gesellschaftliche Wirkung, Projektstrategien sowie auf das Professionalisierungspotenzial einer Gründung, erklärt Christine Hoenig-Ohnsorg, die Leiterin des Programms. Und sie fügt an: »Wir suchen Menschen, die nicht nur eine Idee haben, sondern auch Macher sind. Diese Macher, ihre Leidenschaft und ihren Einsatz für ein bestimmtes Thema wollen wir fördern.«

Ashoka selbst finanziert sich im Wesentlichen durch ein Netzwerk von etwa fünfzig Unternehmern, Führungskräften aus der Wirtschaft und Unternehmerfamilien, die es der gemeinnützigen GmbH ermöglichen, Sozialunternehmer zu finden und zu fördern, und wird auch von Stiftungen unterstützt. Die Lebenshaltungskost

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