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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2016
Klare Kante, neue Hoffnung
Der Katholikentag in Leipzig
Der Inhalt:

Eliten im Osten kommen aus dem Westen

vom 10.06.2016

Mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ostdeutsche in Führungspositionen noch immer stark unterrepräsentiert. Das ergab eine Studie der Universität Leipzig im Auftrag des MDR. Demnach stammten nur etwa zwanzig Prozent der Führungskräfte in den neuen Bundesländern aus dem Osten. Diese Situation betreffe alle Bereiche. Zudem gehe die Zahl der ostdeutschen Führungskräfte zurück. Unter anderem sitzen in den fünf Landesregierungen weniger Politiker mit ostdeutscher Herkunft als 2004, der Anteil sank von 75 auf 70 Prozent. An der Spitze der hundert größten ostdeutschen Unternehmen sei der Anteil an Ostdeutschen von 35,1 auf 33,5 Prozent gesunken. An Universitäten und Hochschulen habe sich der Anteil ostdeutscher Rektoren innerhalb der vergangenen zehn Jahre sogar fast halbiert. Von insgesamt sechzig Staatssekretären der Bundesregierung stammen drei aus dem Osten, 2004 waren es immerhin noch sechs. Lediglich in der Justiz, in Teilen der Wirtschaft, in der Bundeswehr sowie in einigen Medienbetrieben ist laut Studie »ein sehr langsames Nachrücken der Ostdeutschen in Führungsfunktionen festzustellen«. Bundesweit sehe die Situation noch schlechter aus. Mit nur 1,7 Prozent sind Ostdeutsche unter den Führungskräften so gut wie gar nicht vertreten, wie die Studie ergab.

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