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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Weihrauch und Maulkörbe

Die Kriege in Syrien, der Ukraine und Afghanistan spielten in Regensburg nur eine geringe Rolle

Himmlisch süße Weisen singt der vielstimmige Chor in der über tausendjährigen Basilika Sankt Emmeram bei der Byzantinischen Messe mit Patriarch Gregorios III. Laham. Der syrische Patriarch, Oberhaupt der mit Rom unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche, ist der höchste katholische Kleriker im Nahen und Mittleren Osten. »Weshalb erhalte ich kein Podium, kein Forum? Ich fühle mich fast wie ein Paria«, sagt Gregorios im Interview mit Publik-Forum nach der Festmesse in der Sakristei. Er sei »zornig«.

Der Katholikentag hat Seine Seligkeit Gregorios zum Zelebrieren der Göttlichen Liturgie sowie einer Abendandacht in die prächtige Kirche der Fürstenfamilie Thurn und Taxis eingeladen. Doch öffentlich diskutieren und die Menschen für die Not der Kriegsopfer in Syrien aufrütteln, das darf der Patriarch auf dem Katholikentag nicht. Vielleicht, weil ihm der Ruf anhängt, er verstehe sich seit Langem allzu gut mit dem syrischen Diktator Bashar al-Assad?

Die direkte Frage nach seiner etwaigen Nähe zum Kriegsherrn Assad in Damaskus zaubert keine Zornesader auf die Stirn des 81-jährigen Patriarchen. Er spricht perfekt Deutsch. »Ich bin kein Freund von Assad. Wir Kirchen halten zu dem, der Stabilität garantiert und Frieden. Besteht in Syrien Stabilität?«, fragt er rhetorisch. »Stabilität und Frieden?«, wiederholt Gregorios.

Zuvor hatte der Kirchenführer in seiner Predigt die Feierlichkeit der Liturgie unterbrochen und Konkretes gesagt: Unter den fünf Millionen Flüchtlingen, die in Syrien umherirrten, seien 450 000 Christen. »Sie leiden so wie ihre muslimischen Geschwister.« Es gebe keine Alternative zum Frieden, »zu einem Ausgle