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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Sonne statt Brennholz

Der frühere Missionar Jo Hasler hat einen Solarkocher entwickelt

In vielen Regionen der südlichen Länder ist Brennholz ein knappes Gut. Viele Menschen müssen immer längere Wege gehen, um Brennholz für ihre traditionellen Kochfeuer zu finden.

Ein Problem, das Jo Hasler schon seit fünfzehn Jahren umtreibt. Lange Jahre hat er als Missionar und Lehrer in Südafrika gearbeitet. Damals baute der Deutsche seinen ersten Solarkocher. »Schließlich scheint in den Ländern des Südens fast immer die Sonne. Warum also nicht die Sonne zum Kochen nutzen?«, fragte sich der heute 82-Jährige. Lazola nennt er seine Box-Kocher. Das Wort stammt aus der Sprache der Xhosa und bedeutet: »Der Himmel ist heiter und ruhig.« Für den Bau des etwa 16 Kilo schweren neuen Modells Lazola 3 braucht es nur Dinge, die auch in Entwicklungsländern verfügbar sind: eine Offsetdruckerplatte, Holz, verzinktes Stahlblech, Fensterglas, Stroh für die Isolierung, Silikon, Schrauben, Nieten und Spiegelfolie. Der Materialpreis liegt bei etwa siebzig Euro. Für die Fertigung in den Ländern des Südens hat Jo Hasler eine ausführliche Bauanleitung in Wort und Bild erstellt.

Die Funktionsweise ist einfach: Die gut isolierte Box aus Blech ist mit einer Doppelverglasung abgedeckt. Die einfallenden Sonnenstrahlen werden in Wärme umgewandelt. Die Nahrung wird schonend gegart, das Kochen muss nicht beaufsichtigt werden, es entsteht kein gesundheitsschädigender Rauch, und das Essen brennt nicht mehr an. »Die Box wird immerhin bis über 160 Grad heiß, und das ist mehr als ausreichend, um sogar in Deutschland an sonnigen Tagen darin zu kochen und zu backen«, erklärt Marek Senický.

Der junge Mann arbeitet seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich fü