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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2022
Neue Heimaten
Wie die Gläubigen ihre Kirche wieder in Besitz nehmen können
Der Inhalt:

Gericht spricht geflüchteten Vater frei

vom 27.05.2022
(Foto: PA/DPA/Angelos Tzortzinis)
(Foto: PA/DPA/Angelos Tzortzinis)
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Weil sein Sohn auf der Flucht nach Europa ertrunken ist, musste sich ein 25-jähriger Afghane in Griechenland vor Gericht verantworten. Nun wurde er freigesprochen. Dem Mann war vorgeworfen worden, das Leben seines Kindes gefährdet zu haben, indem er den Sechsjährigen in ein Boot nach Europa setzte. Menschenrechtler sprechen von einem »beunruhigenden Präzedenzfall für die Kriminalisierung von Migranten«. Der 25-Jährige sei der erste Asylsuchende, der in Europa für den Tod seines Kindes angeklagt worden sei. »Dabei war alles, was er wollte, sein Kind in Sicherheit zu bringen«, sagt Julia Winkler von der Organisation Borderline-Europe. Ein mit dem Vater angeklagter Afghane, der das Boot steuerte, wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. »Die Behörden wissen sehr wohl, dass die Verhafteten selbst Geflüchtete sind, aber sie machen sie zu Sündenböcken für Bootstragödien, die in Wirklichkeit die unvermeidliche Folge der militarisierten Grenzen sind«, so Winkler. Die Menschenschmuggler, die die Überfahrt der Geflüchteten organisiert hatten, gingen laut Borderline-Europe kurz nach dem Ablegen von Bord. Vor Samos kenterte das Boot.

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