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Buchtipp
Aus der Reihe tanzen

Mit Politik haben die jungen Hamburger mit Liebe zum Swing nichts am Hut – bis sie Ärger mit der Gestapo bekommen. Im Roman »Swing High« erzählt Cornelia Franz ihre Geschichte.
von Birgit-Sara Fabianek vom 30.05.2022
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In »Swing High« erzählt Cornelia Franz mitreißend vom Lebensstil einer bürgerlichen und meist gut situierten Hamburger Jugendgruppe in den 1930er-Jahren, die alles Britische liebt, sich für Jazz und Swing begeistert (Foto: istockphoto/clu)
In »Swing High« erzählt Cornelia Franz mitreißend vom Lebensstil einer bürgerlichen und meist gut situierten Hamburger Jugendgruppe in den 1930er-Jahren, die alles Britische liebt, sich für Jazz und Swing begeistert (Foto: istockphoto/clu)

Roman. »Gestatten? Winkler, Swingheini«, stellt sich der 17-jährige Henri im März 1941 in der Dunkelhaft des Hamburger Gestapohauptquartiers seinem Zellennachbarn Robby vor. Robby ist Kommunist und wird bei den Verhören geschlagen und gequält, damit er die Namen seiner Parteigenossen preisgibt. Henri steht das noch bevor. Doch für den politischen Robby ist der Schüler, der sich mit seinen Freunden im Park trifft und in den Villen der Elbvororte auf Musikstücke wie »Tiger Rag« oder »Lambeth Walk« abhottet, kein richtiger Widerständler, sondern ein kindisches Weichei, das selbst mitten im Krieg nur Spaß haben will: »Swingheini? Aber sonst hast du keine Probleme?« »Doch, wenn du schon fragst: Es stinkt hier wie die Hölle.«

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