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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2021
Es brennt
Was der Nahost-Konflikt mit der weltweiten Krise der Demokratie zu tun hat
Der Inhalt:

Gottesfragen
Gottes Gottsein aushalten

vom 28.05.2021
Der Theologe Joachim Negel beantwortet Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal geht es um die sechste Vaterunser-Bitte
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Und führe uns nicht in Versuchung« (Matthäusevangelium 6,13; Lukasevangelium 11,4). Wie ist diese Bitte zu verstehen? Will Gott uns auf die Probe stellen? Verlockt er zum Bösen? Stellt er uns Fallen? Papst Franziskus hat vor fünf Jahren diese Fragen aufgeworfen, als Reaktion auf eine Änderung des offiziellen liturgischen Bibeltextes im französischen Sprachraum. Dort betet man katholischerseits seit 2013 im Gottesdienst: »Und lass uns nicht in Versuchung geraten« (»Et ne nous laisse pas entrer en tentation«). Hat diese neue Version, die auch in Italien eingeführt wird, nicht die biblische Tradition auf ihrer Seite – selbst wenn man zugeben muss, dass einige sprachliche Verrenkungen nötig sind, um zu ihr zu gelangen?

Offensichtlich hatten schon die frühchristlichen Gemeinden ihre Schwierig

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