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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2020
»Die Zeit läuft uns weg«
Ein Gespräch mit Georg Bätzing
Der Inhalt:

Verehrte Personalchefs,

vom 29.05.2020
Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!):
(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)

die katholische Kirche ist eine visionäre Institution. So haben wir schon Jahrhunderte vor der Corona-Krise in prophetischer Voraussicht eine Mobilie entwickelt, die vertrauliche Gespräche auf engstem Raum ermöglicht, ohne die Beteiligten in die Gefahr einer Seucheninfektion zu bringen: den Beichtstuhl. Das bewährte Sakralmöbel wahrt die Anonymität der Ratsuchenden und ist traditionell mit einem Spuckschutz ausgestattet.

Da die spirituellen Interessen unserer Zielgruppe sich sukzessive verlagert haben, wird unser Angebot einer anonymen Sündenberatung inzwischen seltener angenommen. Somit sind wir in der glücklichen Lage, Ihnen jetzt in Zeiten der Pandemie eines unserer überzähligen Beichtstuhlexemplare für Ihre Beratungszwecke zum Sonderpreis anbieten zu können.

Als Personalverantwortliche von Banken, Versicherungen, Kanzleien und Verwaltungen liegt Ihnen der Schutz Ihrer Mitarbeiter am Herzen. Der Beichtstuhl bietet Ihnen die Möglichkeit, den Kunden weiter exklusive Gespräche im vertraulichen Ambiente anzubieten und die Mitarbeiter dabei sicher vor Ansteckung zu schützen. Anders als virtuelle Gesprächsformate wie Skype oder Zoom bieten Beichtstuhlgespräche zudem Schutz vor Hackern, Stromausfällen und Computerviren.

Darüber hinaus schafft die traditionelle Ausstattung des Beichtstuhls Ihnen Kommunikationsvorteile: Da Ihr Mitarbeiter auf einer gepolsterten Bank sitzt, sein Gesprächspartner auf der anderen Seite des Spuckschutzes aber nur eine Kniebank vorfindet, wird dieser sich kurzfassen, um sich rasch wieder aus dieser Haltung lösen zu können. Damit können Sie die Schlagzahl ihrer Kundengespräche erhöhen und Beraterkapazitäten einsparen. Zudem wird es gerade bei Kredi

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