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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2020
»Die Zeit läuft uns weg«
Ein Gespräch mit Georg Bätzing
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 29.05.2020

Guido Kreppold
Stopp
Die Umkehr, die alle fordern und niemand will. Verlagshaus Schlosser. 250 Seiten. 14,90 €

Der Theologe und Psychologe Guido Kreppold fordert, einengendes und steriles Denken zu durchbrechen und sich Neuem zu öffnen, denn nur so könne Umkehr gelingen – eine Umkehr, »die alle fordern und niemand will«. Carl Gustav Jung, Eugen Drewermann und Karlfried Graf Dürckheim sind die Zeugen einer neuen Blickrichtung, die den Einzelnen und die Kirche aus der Dauerkrise führen können, denn das wesentliche Ziel einer aufrichtigen Buße sei die Lösung von Konflikten. Anders denken, nicht nur anderes denken, lautet eine Aufforderung, aus dem Beobachterstandpunkt zur Betroffenheit wechseln eine andere. Kreppold zitiert hier den Frankfurter Pfarrer Lothar Zenetti: Ergreift nur das Wort, das euch selbst ergriffen hat. Diese Ergriffenheit ist dem Kapuziner in jeder Zeile anzumerken. Harald E. Gersfeld

Fritz Köster
Vision für eine Kirche der Zukunft
Pandion. 428 Seiten. 14,80 €

Der Pallottinerpater Fritz Köster starb 2014 im Alter von achtzig Jahren. Er war Pfarrer, Missionar, theologischer Lehrer. Die Ordensschwester Lea Ackermann möchte mit diesem Buch das Andenken an Köster wachhalten. Der Band enthält unveröffentlichte Texte aus der Zeit um 2000. Kösters Anliegen: Scharfe, mitunter allzu holzschnittartige Kritik an Dogmatik, Kirchenrecht und pompöser Kirche samt Kirchenfürsten. Dem absoluten Wahrheitsanspruch der Dogmatik hält Köster das »Tun der Wahrheit« entgegen. Ihm geht es um die konkrete Nachfolge Jesu: um eine »Ethik der offenen Augen und Ohren«. Köster möchte, dass die Kirche (endlich) Anwalt der »normalen« Menschen wird und die gelebte »Theologie des Volkes« ernst nimmt. Viele »Glaubenswahrheiten« seien nicht wichtig, wenn es um das »Gelingen des Lebens« geht. Hier klagt ein »Jesuaner« seine Kirche und »die Theologen« an. Da sich viele Aussagen wiederholen, ist die Lektüre mitunter ermüdend. Hartmut Meesmann

Stefan Silber
Pluralität, Fragmente, Zeichen der Zeit
Tyrolia. 303 Seiten. 32 €

Von seiner pastoralen Tätigkeit in Bolivien her ist der Autor, Pastoralreferent in der Diözese Würzbu

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