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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2018
Frieden in einer irren Welt
Katholikentag 2018: Ängste, Ideen, Sehnsüchte
Der Inhalt:

Ein Vorgeschmack auf Hoffnung

Jugendroman. Dieser stark und sensibel erzählte Roman aus dem – leider letzten – Programm des Königskinder Verlags handelt von Trauer und Schmerz – und der Liebe zwischen zwei Brüdern nach einer Familientragödie. Der 13-jährige Griff und sein zwei Jahre älterer Bruder Dylan Thomas sind mit ihren Eltern auf dem Weg nach Hause in Brooklyn, als ein fürchterlicher Unfall passiert: »Unser Auto wurde geschrottet, mit uns allen drin. Und natürlich wollte ich nicht dort sein«, erzählt Dylan im Rückblick, während er im Krankenhaus am Bett seines Bruders sitzt. Beide Eltern sind tot; und auch Dylan wäre am liebsten »losgerannt zum nächstfernen Ort und für immer dort geblieben«.

Doch er bleibt und wacht über seinen im Schmerz erstarrten jüngeren Bruder, bis dieser langsam wieder ins Leben findet – und Dylan endlich aufhören kann, auf ihn aufzupassen und »im Meer der Zeit auf der Stelle zu schwimmen«. Hayley Long erzählt berührend und nicht ohne Humor in einem ebenso lässigen wie erlesenen Stil, was passiert, wenn man die Menschen verliert, die man liebt – und wie diese enge Verbundenheit über den Tod hinaus zum Trost werden kann. Denn, wie Griff irgendwann feststellt, »die Menschen, die man liebt, sind nie wirklich weg. Diese ganze Energie muss schließlich irgendwohin.«

Nebenher zeigt die Autorin, welch kraftvolle Rolle Poesie und Musik in Zeiten des Leids übernehmen und wie sehr sie helfen können, Gefühle der Trauer und Einsamkeit zu durchleben ? nicht zufällig spielt der Name des Erzählers auf den walisischen Dichter Dylan Thomas und der Titel des Romans auf den Song »The Nearest Faraway Place« der Beach Boys an. Ein besonderes Buch für alle, die sch