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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2017
Die Tücken des fairen Handels
Im Norden boomt Fair Trade - im Süden wächst die Kritik
Der Inhalt:

»Und die Ernte teilen wir«

von Michaela Schneider vom 26.05.2017
Manja Rupprecht pflanzt, gießt und erntet mit Gleichgesinnten im Stadtgarten Nürnberg. Es gibt weder eigene Beete noch Besitz. Am Samstag wird aus der Ernte der Woche ein gemeinsames Essen gekocht

Mich nerven Supermärkte mit glatt poliertem Obst und Gemüse ohne Geschmack. Seit ich im Stadtgarten in Nürnberg-Eberhardshof mitarbeite, genieße ich es, im Juni frische Erdbeeren zu pflücken und im Sommer sonnenwarme Tomaten zu ernten – so wie sie gewachsen sind. Durch das Gärtnern habe ich auch gelernt, dass es Pestizide und Hybrid-Saatgut nicht braucht. Im Stadtgarten pflanzen, gärtnern und gießen wir gemeinsam. Es gibt weder »eigene« Beete noch »Besitz«. Die Ernteerträge teilen wir.

Unsere Pflanzen wachsen in großen Holz- und Plastikkisten auf einem ehemaligen Parkplatz – allein vierzig alte Tomatensorten, fast zwanzig Chiliarten und 15 Kartoffelsorten. Wir haben auch drei Bienenvölker. Ich selbst kümmere mich vor allem um die Tomaten, gelte hier deshalb als die »Tomatentante«. Mein Herz hängt aber an den Erdbeeren. Eine Sorte stammt aus dem

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