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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2016
Hoffnung für die Stadt
Theologe Jürgen Moltmann über Christsein in den kapitalistischen Metropolen
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 27.05.2016

Paul Jakobi
Ich glaube an das Wunder der Worte
Bonifatius. 256 Seiten. 26,90 €

Der erfahrene Seelsorger und Theologe Paul Jakobi ist überzeugt, dass sich mit Worten bei Menschen etwas für sie Heilsames bewirken lässt. Die in diesem Buch zusammengestellten Texte sind Ansprachen, die zu verschiedenen Anlässen vor unterschiedlichsten Zuhörergruppen gehalten worden sind: Hochzeiten, Jubiläen, Begräbnisse, Gedenktage wie Volkstrauertag, Reformationsfest, Reichspogromnacht und vieles mehr. Als beispielhafte Zeugen und Zeuginnen des Glaubens erscheinen keine Prominenten, sondern häufig jene Personen, die man gerne als »einfach« bezeichnet. Etwa eine Mutter, eine Lehrerin oder eine Ordensschwester, die eine »Wärmestube« für Obdachlose geleitet hat. Vergangene Ereignisse werden mit Blick auf Vorgänge erinnert, für die man heute wachsam sein muss und die den Mut zur eigenen Zivilcourage anfragen. Gekonnt werden in vielen Texten biblische und literarische Texte miteinander so verwoben, dass das Gesagte aufhorchen lässt. Insgesamt ein eindrucksvolles Beispiel sprachmächtiger öffentlicher Theologie. Norbert Mette

Ana Lilia Pérez
Kokainmeere
Pantheon. 320 Seiten. 14,99 €

Ana Lilia Pérez gibt nicht auf. Trotz Morddrohungen deckt die preisgekrönte mexikanische Journalistin in ihrem neuesten Buch die schier unglaublichen Seilschaften des internationalen Drogenhandels auf. »Kokainmeere« beschreibt den Aufstieg der kolumbianischen und mexikanischen Drogenkartelle. Es zeigt deren Verquickungen mit Staat und Wirtschaft, Guerrillas und Paramilitärs, der internationalen Mafia, Reedereien, Bankiers und ganz »normalen« Leuten. Detailreich rekonstruiert Ana Lilia Pérez den Weg des Kokains vom Anbau bis zum Konsumenten. Dabei spielt auch der Hamburger Hafen eine zentrale Rolle. Ein mutiges und hervorragend recherchiertes Zeitdokument, das dem Leser bisweilen den Atem raubt. Wie ein Thriller erscheinen die Geschichten brutaler Drogenbosse, die in ihrer Heimat wie Helden gefeiert werden. Oder die hochtechnologisierte Infrastruktur, mit deren Hilfe die Drogen weltweit die Märkte erobern. Dabei täten dem Buch ein paar Länderkarten und Stammbäume der einzelnen Clans gut, um die Fülle der Informationen besser verarbeiten zu können. Trotzdem ist Ana Lil

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