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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

Was heißt es,Mensch zu sein?

von Daniel Rumel vom 15.05.2020
Über Hieronymus Boschs »Die Versuchung des Heiligen Antonius«
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Hieronymus Bosch konfrontiert uns in seinem um 1500 angefertigten Gemälde mit einem Wimmelbild der Grausamkeiten, bevölkert von Halbmenschen, die einander zu Monstern geworden sind. Zwar sieht man in der Mitte des Bildes eine offenbar wohltätige Frau, die auf der Treppe sitzenden Bettlern ein Schale reichen möchte, doch selbst ihr Hinterteil geht über in einen Reptilienschwanz, mit dem der Maler zum Ausdruck bringt, dass es auch mit ihrer wohlwollenden Haltung nicht weit her sein kann. Der Rest der Gestalten ergeht sich in trieberfüllter Genusssucht. Direkt links neben dem zentralen Ruinenturm versucht man dabei noch die Etikette zu wahren, woanders verliert man sie gänzlich. Der zerbrochene Apfel links im Bild weist auf den Hintergrund der dargestellten Grausamkeiten: Nachdem der Mensch in die Frucht der Erkenntnis von

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