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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2017
Reformation 2.0: Das wahre Erbe Martin Luthers
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Annette Detken, Volkswirtin und Abteilungsdirektorin bei der staatlichen KfW-Bankengruppe, wirbt für Klimaschutzversicherungen als zusätzliche Katastrophenhilfe bei Dürre, Starkregen oder Wirbelstürmen. Der Vorteil solcher Versicherungen bestehe darin, dass die Katastrophenhilfe nicht erst zusammengebettelt werden müsse und vom Wohlwollen der reichen Länder abhänge. »Ob der Versicherungsfall eintritt, wird nach festen Parametern wie Windgeschwindigkeit oder Niederschlag gemessen. Es sind objektive Indikatoren, die nicht manipulierbar sind.« Skeptisch äußerte sich dagegen Sabine Minninger, Klimaexpertin bei Brot für die Welt. Im Prinzip sei dies richtig, doch gegen den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels gebe es keine Versicherung. Vom Untergang bedrohte Inseln würde kein Konzern versichern. Außerdem wäre es »fatal, wenn die Debatte von Klimarisikoversicherungen dazu missbraucht würde, neue Märkte für die großen Versicherungskonzerne zu erschließen.«

Alexander Van der Bellen, österreichischer Staatspräsident, beklagt die zunehmende Islamophobie und die bisweilen hysterische Kopftuchdebatte. »Wenn das so weitergeht …, wird noch der Tag kommen, an dem wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen – aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.«

Marek Jedraszewski, Erzbischof von Krakau, hat vor der Aufnahme von Flüchtlingen gewarnt. »Warum soll das Unglück anderer Länder zu unserem Unglück werden?«, sagte er vor Gläubigen. Die Aufnahme führe zu einem »Zusammenstoß der Kulturen«. Jedraszewskis Rede steht im Gegensatz zu einer bemerkenswerten Stellungnahme der Polnischen Bischofskonferenz, die klar zwischen »christlichem Patriotismus« und völkischem Nationalismus unterscheidet. Die Bischöfe zitieren Johannes Paul II.: »Ein wahrer Patriot will das Wohlergehen seines Volkes niemals auf Kosten anderer erreichen.«

Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), empfindet die Streitpunkte zwischen evangelischer und katholischer Kirche als nicht dramatisch. »In der ko

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