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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

Solidarische Landwirtschaft – weltweit

Das Modell einer anderen Landwirtschaft wächst in vielen Ländern – und weckt den Widerstand der Agroindustrie

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in den letzten Jahrzehnten eine weltweite Bewegung entstanden, die die Landwirtschaft grundlegend verändern will: die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft oder im englischen Sprachraum Community Supported Agriculture (CSA). Manche sprechen auch von Solidarischer Landwirtschaft. Diese Bewegung möchte eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen, die in Einklang mit der Natur steht, Landflucht verhindert, übermäßige Konzentrationsprozesse stoppt, auf Pestizide verzichtet und auf Vielfalt setzt. Das Modell steht der gegenwärtig dominierenden kapitalistischen Agroindustrie diametral entgegen: Im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft vertreibt ein Hof seine Erzeugnisse nicht mehr über den Markt. Vielmehr beteiligen sich die »Verbraucher« an der Finanzierung des Hofes – und teilen sich die Ernte. Einmal jährlich wird das Budget gemeinsam entwickelt und anteilig auf die Mitglieder umgelegt. In der Regel in Form eines monatlichen Festbeitrags.

Der Begriff Community Supported Agriculture stammt zwar aus den USA, dieses Modell hat aber auch deutsche Wurzeln. Der Landwirt Trauger Groh gründete gemeinsam mit anderen 1968 auf dem Buschberghof in Fuhlenhagen bei Hamburg den ersten Hof, der in Deutschland nach diesem Prinzip arbeitete. Von dort wanderte er in die USA aus. In New Hampshire entwickelte er 1985 mit anderen Partnern die Temple Wilton Farm als erste gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft jenseits des Atlantiks. Mittlerweile gibt es in den Vereinigten Staaten mehr als 15 000 Betriebe, die nach diesem Prinzip arbeiten, mit stark steigender Tendenz. Darunter auch größere Gemeinschaftsunternehmen mit bis zu 20 000 Mitgliedern.

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