Solidarische Landwirtschaft – weltweit
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in den letzten Jahrzehnten eine weltweite Bewegung entstanden, die die Landwirtschaft grundlegend verändern will: die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft oder im englischen Sprachraum Community Supported Agriculture (CSA). Manche sprechen auch von Solidarischer Landwirtschaft. Diese Bewegung möchte eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen, die in Einklang mit der Natur steht, Landflucht verhindert, übermäßige Konzentrationsprozesse stoppt, auf Pestizide verzichtet und auf Vielfalt setzt. Das Modell steht der gegenwärtig dominierenden kapitalistischen Agroindustrie diametral entgegen: Im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft vertreibt ein Hof seine Erzeugnisse nicht mehr über den Markt. Vielmehr beteiligen sich die »Verbraucher« an der Finanzierung des Hofes – und teilen sich die Ernte. Einmal jährlich wird das Budget gemeinsam entwickelt und anteilig auf die Mitglieder umgelegt. In der Regel in Form eines monatlichen Festbeitrags.
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Johannes Hartkemeyer ist Mitgründer des CSA-Hofs Pente in Niedersachsen, den sein Sohn und dessen Frau betreiben. Der Ingenieur für Landbau und Pädagoge lebt mit seiner Frau und insgesamt zwanzig Menschen auf Hof Pente.
