Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

Jugend ohne Protest

Die junge Generation setzt auf Mainstream – und zum Glück auch auf Toleranz

Das ist die schlechte Nachricht: Protest gegen die bestehenden Verhältnisse ist von der Jugend nicht zu erwarten. Auch Abgrenzung und Provokation ist ihre Sache nicht. Das besagt die aktuelle Jugend-Studie des Sinus-Instituts. Für die meisten 14- bis 17-Jährigen gilt vielmehr: Sie möchten sein wie alle. Und damit sind nicht nur »alle Jugendlichen«, sondern auch die Erwachsenen gemeint. Mainstream ist kein Schimpfwort mehr. Für die Jugendlichen ist es wichtig, Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein.

Wer in seiner eigenen Jugend die Werte der Erwachsenen infrage gestellt, aufbegehrt und protestiert hat, schüttelt den Kopf und versteht die heutigen Jugendlichen nicht mehr.

Wie tickt die junge Generation? Die 14- bis 17-Jährigen sind anpassungs- und leistungsbereit, sie schätzen stabile Beziehungen. Die Umwelt zu schützen finden sie wichtig. Ob die Zerstörung der Erde aber überhaupt noch aufzuhalten ist, darüber sind sie sich unsicher. Die wenigsten wissen, was sie selbst für den Klima- und Umweltschutz tun können. Fair-Trade- und Öko-Siegeln schenken die Jugendlichen wenig Vertrauen; sie glauben auch nicht, dass sie durch ihr persönliches Konsumverhalten etwas bewirken können.

Für die Studie hat das Sinus-Institut 72 Jugendliche ausführlich interviewt. Sie wurden anhand ihrer Zugehörigkeit zu vordefinierten Milieus ausgewählt.

Eine Mehrheit der Interviewten ist sich einig, »dass gerade in der heutigen Zeit ein gemeinsamer Wertekanon von Freiheit, Aufklärung, Toleranz und sozialen Werten gelten muss«. Auch die befragten Muslime und jene mit Migrationshintergrund sehen sich selbst als Teil der deutschen Mehrheitskultur. Fü