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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

»Etwas zurückgeben«

von Bettina Röder vom 13.05.2016
Der Soul-Sänger Fetsum organisiert ein Benefizkonzert für Kinder im Krieg

Sein Rundruf unter Musikerkollegen hatte große Resonanz. Und so ist es dem Berliner Sänger Fetsum gelungen, herausragende Reggae-, Soul- und Rap-Musiker an einem Tag zusammen auf eine Bühne zu bringen. In der Berliner Waldbühne veranstalten sie am 5. Juni ein Benefizkonzert für Kinder im Krieg und auf der Flucht.

Unter dem Motto »Your voice for children« rufen Fetsum und die teilnehmenden Künstler dazu auf, ein Zeichen zu setzen. »Die Menschen dürfen nicht vergessen, wie wichtig es ist, dass wir den Schwächsten in der Gesellschaft eine Stimme verleihen – den Kindern. Wir müssen ihnen helfen und zur Seite stehen«, sagt der Soul-Sänger Fetsum.

Das Festival heißt »P x P«, was für Peace by Peace steht, Frieden durch Frieden. Mit von der Partie sind Bands und Musiker wie Seeed, Aloe Blacc und Samy Deluxe. Sie alle treten ohne Gage auf und werden sechs Stunden lang in der Berliner Waldbühne zu hören sein. Mit dem Erlös werden Unicef-Hilfsprojekte im Südsudan, in der Ukraine, Syrien und im Irak unterstützt. Hilfslieferungen für Kinderzentren und Waisenheime, Schutzeinrichtungen und Bildungsangebote für Kinder sollen finanziert, Schulen gebaut und Unterricht ermöglicht werden, ebenso psychologische Betreuung für traumatisierte Kinder.

Der Hintergrund der ganzen Aktion: Fetsum Sebhat ist selbst auf der Flucht geboren. Seine Eltern kämpften im Unabhängigkeitskrieg in Eritrea, seine Mutter floh schwanger. Er kam in Kairo zur Welt. Die Flucht führte die Familie weiter nach Rom und 1978 nach Deutschland, zuerst nach Stuttgart und später nach Berlin.

In Stuttgart lernte Fetsum die Musiker der Hip-Hop-Szene kennen, etwa Max Herre und seine Band Freundeskreis. Er wurde gefördert, hatte Gastauftritte in Konzerten bekannter Musiker. Mit dem Benefizkonzert möchte er schlicht etwas zurückgeben von dem, was er an Hilfe auch in Deutschland von so vielen Menschen empfangen hatte.

Fetsum rief die Musiker an. Und es lief besser als gedacht. Viele der Künstler waren begeistert, sagten sofort zu, bei seinem Konzert ohne Gage aufzutreten. Alle ihre Zusagen, sagt Fetsum, beruhten auf großem Vertrauen. Als er genügend Musiker zusammen hatte, fand er in der Berliner Konzertagentur Semmel Concerts, die nun die große Idee in die

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