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»Niemand weiß, was auf sie zukommt«

Die Politik sieht es als Erfolg, der Flüchtlingsrat protestiert und die Flüchtlinge kämpfen weiter: Nach der Räumung des Camps auf dem Oranienplatz in Berlin
von Bettina Röder vom 09.05.2014
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Seine Augen sehen müde aus. Als er nach seiner Familie gefragt wird, schließt er sie für einen kurzen Moment. Nein, sagt der 35-jährige Patras, er habe den Kontakt verloren. Vor drei Jahren hat er sie das letzte Mal gesehen. Da floh er aus Uganda, kam in Deutschland in Passau in eine Sammelunterkunft. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er ist »geduldet«. In seinem Pass steht: »Abschiebung ausgesetzt«. Seit 22 Tagen befindet er sich an diesem Tag Ende April hier auf dem Berliner Oranienplatz im Hungerstreik. So lange ist es her, dass der Platz geräumt und die Zelte abgebaut wurden. 400 Flüchtlinge aus der ganzen Republik hatten eineinhalb Jahre in einem Protest-Camp für eine andere Flüchtlingspolitik gekämpft: für Humanität und Würde.

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