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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2012
Wer war Jesus?
Die neuen Einsichten der Bibelforscher
Der Inhalt:

Warum denn nicht?

vom 04.05.2012
Ob hetero- oder homosexuell: Jeder und jede sollte das Recht haben, Kinder zu erziehen, denn jeder Mensch hat ein Recht geliebt zu werden und zu lieben. Eine spannende Internet-Diskussion

Florian: Was meint ihr, sollten homosexuelle Männer und Frauen Kinder erziehen dürfen und so wie heterosexuelle Ehen auch eine Familie gründen? Viele Menschen sind dagegen - ihr auch?

Nele: Wenn Väter oder Mütter im Laufe ihres Lebens feststellen, dass sie sich mehr zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, sollte man die Kinder mitentscheiden lassen, bei welchem Elternteil sie in Zukunft aufwachsen wollen. Schließlich ist Liebe und Verantwortungsbewusstsein wichtiger als die sexuelle Orientierung der Erziehenden. Noch wichtiger ist für mich allerdings der Wille der Kinder. Wenn sie nicht ständig beim homosexuellen Elternteil leben wollen, muss das akzeptiert werden, obwohl Kinder so tolerant und vorurteilsfrei aufwachsen sollten, dass sie homo- wie heterosexuelle Lebensgemeinschaften achten. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein homosexuelles Paar, das trotz gesellschaftlicher und bürokratischer Schwierigkeiten ein, zwei, drei Kinder großziehen möchte, sich sehr um das Wunschkind sorgen wird. Daher werden solche Kinder im Allgemeinen weltoffener und vor allem glücklicher aufwachsen, als dies bei leider nicht so wenigen heterosexuellen Eltern der Fall ist, die die Kinder »mal eben so« bekommen haben! (Ich bitte um Entschuldigung bei allen heterosexuellen Eltern, die sehr gut für ihre Kinder sorgen, ihr braucht euch hier nicht angesprochen zu fühlen.) Falls den Kindern die männliche oder weibliche Bezugsperson fehlen sollte, gibt es ja auch noch andere Familienangehörige (Omas, Opas, Tanten, Onkel usw.). Vielleicht sind so viele Menschen gegen Homosexuelle im Allgemeinen und homosexuelle Eltern im Speziellen, weil sie Angst vor dem haben, was sie nicht kennen und auch nicht kennenlernen wollen, um ihre spießbürgerliche Existenz und Schutzhülle nicht zu verlieren.

Florian: Vielen Dank für deinen interessanten und ausführlichen Beitrag, Nele. Größtenteils sind bestimmt die Vorurteile schuld. Wenn ich Eltern wählen dürfte, dann würde ich mich allerdings für heterosexuelle Eltern entscheiden. Vielleicht liegt das an meiner Gewohnheit und meinen eigenen Vorurteilen. Wie würdest du dich entscheiden?

Nele: Ich finde deine Frage ziemlich schwierig, eigentlich fällt mir die Antwort nicht gerade leicht. Ganz ehrlich, ich habe noch nie darüber nachgedacht, was wäre wenn … meine Eltern homosexuell wären. So eine Heile-Welt-Fassade mit »Vater-Mutter-zwei-Kinder-Idealfamilie« entspricht meiner Meinung nac

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