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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2012
Wer war Jesus?
Die neuen Einsichten der Bibelforscher
Der Inhalt:

Das Beste, was es gibt auf der Welt

Meine Freunde sind mein Heimatplanet. Dort treffe ich meine Lieblingsmenschen. Sie sind da, wo mein Glücksgefühl beginnt. Und ich meine nicht die 284 Freunde auf Facebook, sondern die drei, vier, fünf im richtigen Leben

Heute habe ich es getan. Mit drei Klicks war ich dabei. Es dauerte nicht lange und die Maschinerie »Facebook« warb: Entdecke alle deine Freunde. In kurzer Zeit. Du kannst sie alle finden. Alle. Lege dein E-Mail-Adressbuch frei. Zeig uns deinen Skype-Account. Wir bringen deine Freunde zu dir. Alle. Du vergisst niemanden. Alle werden an Bord sein. »Meike, probiere den Freundefinder aus. Finde deine Freunde ganz leicht mit dem automatischen Freundefinder!« Es werden mir Namen angezeigt, die ich zu meinen »Freunden« machen kann: Darunter finde ich Personen und teilweise die passenden Gesichter, die ich seit dem Abitur - gefühlte hundert Jahre - nicht mehr gesehen habe. »Meine Freunde?!« Alle?!

Ein Klick und meine Freundschaftsanfrage ist verschickt. Nach zwei Minuten habe ich sieben Freunde. Nach drei Minuten kann ich zurückblicken auf bereits elf Freunde. Puh. Elf Freunde in drei Minuten. Das fühlt sich gut an. Dann schaue ich mir die Profile der anderen User an: Im Vergleich zu diesen komme ich mir vor wie jemand, der mutterseelenallein im Zimmer hockt und Däumchen dreht. Jemand, der allein ist. Verlassen. Keine Freunde hat. Hier gibt es lange Freundschaftslisten: Die anderen blicken auf 248 oder 341 oder sogar 486 Freundschaften. Okay - nach einer halben Stunde habe ich 14 Freunde. Ich schicke noch eine Freundschaftsanfrage heraus. Will ich wirklich mit dieser Person »befreundet« sein? Ach, der Name ist mir bekannt - die Person dahinter zwar kaum, aber das ist egal. Die Liste wächst. Nach eineinhalb Stunden habe ich schon »29 Freunde«.

Plötzlich spüre ich etwas. Nämlich einen gewissen gesellschaftlichen Druck, der sich in mir aufbaut. Ganz leise. Wie viele Freunde hast du? Wie viele Menschen kennst du? Wie lang