Kongos Milizen vor Gericht
Zum ersten Mal hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Opfern von Kriegsverbrechen im Kongo Entschädigungen zugesprochen. Die Richter verfügten, dass 297 Gewaltbetroffene in der nordostkongolesischen Provinz Ituri eine symbolische Wiedergutmachung von je 250 US-Dollar pro Person erhalten. Zudem bekommen die Bürger von Bogoro psychologischen Beistand und Hilfe beim Aufbau einer neuen beruflichen Existenz. Der Hintergrund: Bei einem brutalen Rebellenüberfall auf die Ortschaft Bogoro wurden 2003 über 200 Zivilisten getötet. Verantwortlich war Milizenchef Germaine Katanga. Er wurde 2014 von dem Haager Gericht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Katanga soll nun die Wiedergutmachung finanzieren.
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