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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2013
Landraub
Der globale Kampf um Boden fordert Opfer
Der Inhalt:

»Etwas in mir war blockiert«

von Eva Klassen vom 26.04.2013
Zwei Heimaten haben: Geht das? Michal Elia Kamal ist Iranerin und Israelin. Ihre Band »Light in Babylon« verbindet Menschen und Kulturen

Das »R« rollt aus Michal Elia Kamals Kehle. Hüfte und Arme kreisen, ihr Kopf schwingt vor und zurück. Sogar die langen Haare tanzen. Dunkel klingen die Worte, die sie singt. Fast traurig. Aber voller Leben. Sie singt von Hoffnung und Sehnsucht. Das hört jeder. Obwohl nur wenige Zuhörer in der Istanbuler Istiklal-Caddesi-Straße ihre Worte verstehen können. Denn Michal Elia Kamal singt auf Hebräisch. Die 25-Jährige ist in Tel Aviv geboren – als Tochter iranischer Juden. Wenn ihr Publikum das erfährt, beobachtet sie jedes Mal ein wenig amüsiert, wie es in den Köpfen von türkischen Geschäftsleuten, verschleierten Frauen oder westlichen Touristen rattert.

»Sss«, macht sie, das Geräusch elektrischer Spannung imitierend, fasst an ihren Kopf und sagt: »Ich kann richtig sehen, wie es in ihnen arbeitet. Iran – Israel, da stimmt doch was nicht, denken sie

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