Zur mobilen Webseite zurückkehren

Drewermann und DarwinBekanntes RisikoEs braucht einen HörerNicht wie die ProphetenVeredelter AtomstromEigenwillige Übersetzung

Zu: »Ein Ort der Verlorenheit« (2/11) und »Da ist kein Gott, der eingreift« (6/11)Zu dem Dossier: »Tschernobyl, Fukushima. Aussteigen für immer« (6/11)Zu: »Die Kraft der Worte« (5/11)Zu: »Ein polemischer Liberaler« (6/11)Zu: »Der grüne Traum und sein Preis« (5/11)Zu: »Streitbar und fromm« (6/11)
von Aichach vom 06.05.2011
Artikel vorlesen lassen

Drewermanns Ausführungen beruhen auf Voraussetzungen, die durchaus fragwürdig sind. So vertritt er eine Variante der Darwinschen Lehre, die heutzutage nur eine von mehreren Richtungen in der Evolutionsbiologie abbildet. Viele gängige Annahmen des Darwinismus werden inzwischen von namhaften Wissenschaftlern (wie Brian Goodwin und Joachim Bauer) infrage gestellt oder um wesentliche Aspekte (kooperative Gene, Bedeutung der Entfaltung des Lebewesen-Typus) erweitert. Drewermanns Gott als Chiffre, dass der Mensch sein Dasein als in sich berechtigt zu deuten versucht, ist eine absolut willkürliche Setzung. Seine Religion ist eine Not-Religion. Motor und Sinn von Religion und Spiritualität befinden sich bei Drewermann genau da, wo Atheisten sie immer schon verortet haben: in einer durch nichts gerechtfertigten Trostsuche und im Zweckoptimismus. Mir als religiösem Menschen ist jeder klar daherkommende Atheist lieber als Theologen wie Drewermann, die – bei eigentlich atheistischer Anschauung – mit schön formulierten Worthülsen einen Gottesbegriff anbieten, der keiner mehr ist.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwort: Religion
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0