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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Rebellion der Zukunft
Retten uns die Schüler?
Der Inhalt:

Lasst es aufblühen!

Bayerischer Bauernverband bietet Blühpatenschaften an, um Arten zu schützen

Spätestens seit dem Volksbegehren »Rettet die Bienen!« ist das Thema Artenschutz in aller Munde. Damit sich die Lage für die Insekten aber wirklich verbessert, dürfen auf Äckern nicht nur Weizen und Mais angebaut werden. Es müssen mehr Wildblumen wachsen. Zwar sind mit Programmen des Landes Bayern schon 14 000 Hektar dieser sogenannten Blühflächen entstanden. Doch es gibt zwei Probleme: Die Bäuerinnen und Bauern sehen sich durch das Bienen-Volksbegehren zu Unrecht an den Pranger gestellt. Und viele Bürgerinnen und Bürger haben das Gefühl, sie könnten nichts Konkretes tun oder es sei allein eine Sache der Politik. Daher hat der Bauernverband Bayern das Projekt Blühpatenschaften gestartet. Ziel ist es, mehr Wiesen zum Blühen zu bringen. »Man muss das miteinander machen, nicht gegeneinander«, sagt Alexander Rasch. Der Landwirt bietet auf seinen Feldern bei Fürstenfeldbruck Blühpatenschaften an. Diese werden direkt zwischen Landwirten und Bürgern abgeschlossen. So können sich auch Menschen für Artenschutz einsetzen, die kein eigenes Land besitzen.

Auf der Website des Bauernverbandes wird der Kontakt hergestellt. Bauern können dort ihre Flächen anbieten. Interessierte Verbraucher suchen sich dann auf einer Bayernkarte eine Region aus. Die teilnehmenden Höfe sind mit einem Schmetterlingssymbol gekennzeichnet. Mit einem Klick öffnen sich Kontaktdaten zu den Landwirten und die Bedingungen für eine Blühpatenschaft.

Die einzelnen Höfe bieten je nach Größe zwischen 50 und 1500 Patenschaften an. Eine Patenschaft kostet um die fünfzig Euro im Jahr und sorgt für etwa hundert Quadratmeter Blühfläche. Der Bauernverband stellt den teilnehmenden Bauern dafür vergünstigtes Saatgut zur