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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Zerwürfnis unter Bischöfen

Sieben deutsche Bischöfe schreiben an den Papst. Kardinal Marx düpiert

In der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gibt es ein schweres Zerwürfnis über die Frage der bisher nicht zulässigen Kommunion für evangelische Christen. Der Konferenzvorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, weist die Kritik von sieben Bischöfen zurück, die sich in einem Brief an den Vatikan gewandt haben. Die Unterzeichner bitten unter der Führung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki in Rom darum, die Kirche vor einem Beschluss der Bischofskonferenz zu schützen und damit »nationale Sonderwege zu vermeiden«.

Anlass für dieses offene Misstrauensvotum Marx gegenüber ist ein Beschluss der Konferenz vom Februar. Sie hatte mit Zweidrittelmehrheit dafür gestimmt, konfessionsverschiedene Ehepartner in Einzelfällen zur Kommunion zuzulassen. Die sieben protestierenden Bischöfe akzeptieren nicht, dass sie in dieser Abstimmung unterlagen. Sie zweifeln stattdessen an, dass die Abstimmung überhaupt rechtmäßig erfolgte. Ihre Argumentation: Der Mehrheitsbeschluss verletze die katholische Glaubenslehre und die Einheit der Kirche.

In einem Schreiben an die Unterzeichner, das auch an alle anderen deutschen Bischöfe und den Vatikan ging, äußert sich Marx verwundert darüber, dass die Kritiker »trotz ... des mit weit überwiegender Mehrheit der Mitglieder der Bischofskonferenz gefassten Beschlusses« weiterhin Zweifel hätten. Es sei einer nationalen Bischofskonferenz und sogar einem Diözesanbischof möglich, »Kriterien zu formulieren, die die Kommunion-Spendung an nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindliche Christen erlauben«.

Den Brief an den Vatikan haben neben Woelki der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sowie die Bischöfe Konrad Z