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Ich esse, also bin ich

Gegessen wird immer. Doch das Wie und Was der Nahrungsaufnahme wird immer wichtiger: Essen ist ein Ausdrucksmittel geworden. Es zeigt, wer man sein will – und wer nicht
von Josefine Janert vom 13.04.2018
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Mein Lebensgefährte backt jetzt Brot. Eine aufwendige Sache. Beim ersten Mal hat er einen Sauerteig angesetzt, eine Grundmasse, die er für jedes neue Brot weiterverarbeitet. Er rührt den Teig an, lässt ihn im Warmen gehen und knetet ihn erneut. Das gebackene Brot muss einen Tag ruhen. Der Anschnitt ist jedes Mal ein Ereignis: Schmeckt es so saftig wie das vorige – oder etwa stark nach Anis wie im Dezember? Wir reden viel übers Brotbacken, auch mit Freunden. Und haben festgestellt: Mit einem eigenen Sauerteig lässt sich ordentlich Eindruck schinden. Natürlich haben wir uns nicht deswegen fürs Brotbacken entschieden, sondern weil uns das herkömmliche Brot aus den Bäckereiketten, aber auch das aus dem Bioladen enttäuschte. Entweder krümelte es, hatte große Löcher, wurde schnell hart oder schmeckte nach nichts. Sind wir Snobs?

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