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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Ins Gelobte Land

von Markus Dobstadt vom 13.04.2018
Was bleibt von der Vision des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King?

In seiner letzten Rede, die Martin Luther King am 3. April 1968 vor streikenden schwarzen Arbeitern der Müllabfuhr in Memphis hielt, sagte er: »Ich möchte nur Gottes Willen tun. Er hat mir erlaubt, den Gipfel des Berges zu erklimmen. Und ich konnte darüber schauen. Ich habe das Gelobte Land gesehen. Vielleicht werde ich nicht mit euch dorthin gehen können. Aber ihr müsst wissen, dass wir das Gelobte Land gemeinsam erreichen. Ich bin glücklich an diesem Abend. Ich mache mir über nichts Sorgen. Ich habe keine Angst, vor niemandem. Meine Augen haben das Kommen des Herrn gesehen!« Am nächsten Tag wurde der Baptistenpastor, der den gewaltlosen Protest gegen die Rassentrennung in den USA in den 1960er-Jahren anführte, ermordet. Trotz aller Gewalt gegen Schwarze, vonseiten des Staates und durch einzelne Weiße, trotz aller haarsträubenden Rassendiskriminierung hatte er seinen inneren Frieden gefunden. Wie ist er dort hingekommen?

Martin Luther King kämpfte nicht nur für Schwarze, er kämpfte auch gegen die Kluft zwischen Arm und Reich, gegen den Vietnamkrieg, er wandte sich generell gegen soziale Ungerechtigkeit. Er hatte am eigenen Leib erfahren, was Ausgrenzung bedeutet. In seiner Zeit lebten in den USA Weiße und Schwarze in getrennten Welten, wobei die weiße Vorherrschaft festgeschrieben war. Schwarze mussten im Bus hinten sitzen, der Besuch von Schwimmbädern war ihnen verboten, es gab für sie keine öffentlichen Toiletten. Hotels konnten ihnen den Zutritt verwehren. Die Zeitzeugin Flois Knolle-Hicks, die in Baltimore aufwuchs und heute in Deutschland lebt, sagte kürzlich bei einer Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Main für Martin Luther King: »Segregation bedeutete, du bist kein Mensch.«

In der Bibel gibt es ein Bild für den Aufbruch aus einer Situation, die den größtmöglichen Tiefpunkt darstellt: Der Auszug der Juden aus der Sklaverei in Ägypten. King verwendet das Bild in seiner letzten Rede, als er davon spricht, dass er, wie Mose, das Gelobte Land gesehen habe. Für ihn war es nicht wichtig, ob er die Umsetzung der Reformen, für die er kämpfte, noch erlebte. Er sah sich als ein Werkzeug Gottes und seinen gewaltlosen Kampf für Gerechtigkeit als den Willen des Höchsten. Das genügte, um Frieden zu finden.

Der Auszug aus Ägypten ist ein Urbild für den Kampf um Freiheit und das Abschütteln von Knechtschaft. Immer wieder, meint Petra Kunik, Vo

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