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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Spiritprotokoll
»Ich bin das nicht, der diese Stücke schafft«

von Barbara Brüning vom 13.04.2018
Wenn Christopher Brandt komponiert, scheint es ihm, dass die Töne sich selbst organisieren

Eigentlich kann ich gar nicht komponieren. Jedenfalls nicht so, wie man sich das vielleicht vorstellt: dass ich mich hinsetze und dann weiß, was ich tun muss, um ein Stück zu schreiben. Das liegt daran, dass ich nicht willentlich herbeiführen kann, eine Idee zu haben. In der Musik gibt es heutzutage sehr viele Rationalisierungstechniken, die das Komponieren erleichtern sollen: Algorithmen, die die Tonhöhen organisieren zum Beispiel. Spannend wird es aber eigentlich erst da, wo sich etwas nicht rational organisieren lässt. Wenn es mir gelingt, einen Freiraum dafür zuzulassen, dass Töne sich selbst organisieren, ohne dass ich versuche, es rational zu steuern: Das ist die Herausforderung, die eigenen Grenzen zu sprengen.

Schon aus organisatorischen Gründen kann ich nicht einfach drei bis vier Stund