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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2017
Was heißt Auferstehung?
Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Patrick Roth und der Theologin Margareta Gruber
Der Inhalt:

Aufgefallen: Der Umwelt-Rapper

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 07.04.2017
In Sachen Klimawandel bietet Xiuhtezcatl Martinez US-Präsident Trump die Stirn. Mit Reden und Rap-Songs wirbt der 16-Jährige für den Umweltschutz

Er ist der junge Held der amerikanischen Umweltbewegung: Wenn Xiuhtezcatl Martinez eine Bühne betritt, johlen und klatschen die Leute, als begrüßten sie einen Popstar. Dabei ist das Thema, für das sein Herz schlägt, eigentlich ein bisschen dröge: Er kämpft gegen Fracking, eine umstrittene Form von Erdgasgewinnung.

Als »Umweltaktivist, Redner und Hip-Hop-Künstler« stellt sich der Junge mit dem unaussprechlichen Namen (Schu-Tes-Cat) vor. Jugenddirektor der Organisation Earth Guardians ist er außerdem. Und nebenbei muss er noch zur Schule gehen, daheim in Colorado. Denn Xiuhtezcatl Martinez ist erst 16.

Mit den langen, dunklen Haaren halten ihn viele für einen Ureinwohner; tatsächlich ist der Teenager Sohn einer US-amerikanischen Umweltaktivistin und eines aztekisch-mexikanischen Vaters. Schon als Kind fühlte er sich der Natur sehr verbunden, was er auch auf seine aztekischen Wurzeln zurückführt. Sobald er laufen konnte, lernte er traditionelle Tänze und die Sprache Nahuatl.

Sechs Jahren war er alt, als er das erste Mal mit einem Mikrofon auf der Bühne stand. Schon damals wartete er den spontanen Applaus ab, bis er weitersprach. Heute ist der 16-Jährige ein Profi. Er spricht selbstbewusst, leidenschaftlich und ohne Spickzettel. Neuerdings hört man von ihm oft einen Satz: »Die Unterdrückung durch die Regierung Trump werden wir uns nicht gefallen lassen.«

Dass er als Aktivist einmal um die ganze Welt reisen würde, hätte er sich nicht träumen lassen. »Ich bin in einer sehr armen Familie aufgewachsen«, erzählt der junge Mann, »ich dachte nicht, dass ich mal zum College gehen oder die Welt sehen würde.« Heute ist er zu Konferenzen, Jugendkongressen und Talkshows eingeladen. Selbst vor den Vereinten Nationen hat der Teenager schon gesprochen.

Aber er will auch die Jungen erreichen. »Kinder hören sich keine anderthalbstündige Rede über Umweltschutz an – aber Rap mögen viele«, erzählt Martinez. So hat er begonnen, über Umweltschäden und Energieverschwendung zu rappen. Oft steht er zusammen mit seiner Schwester oder seinem jüngeren Bruder auf der Bühne; im März ist ein neues Album erschienen. In seinen Texten ist oft von Wandel die Rede, von Hoffnung und Aufbruch. »Yes we can!«, scheint da durch. Doch den Urheber dieses Slogans, Barack Obama, hat Martinez gemeinsam mit 21

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