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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2017
Was heißt Auferstehung?
Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Patrick Roth und der Theologin Margareta Gruber
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 07.04.2017

Abdelghani Merah, Franzose mit algerischen Wurzeln, ist auf einem Marsch durch Frankreich, um für einen härteren politischen Kurs gegenüber Extremisten zu werben. Er stammt aus einer Familie, die selbst dem gewalttätigen Islamismus verfallen ist. Sein Bruder Mohammed tötete bei einem Anschlag in Toulouse 2012 sieben Menschen. In seinem Buch »Mein Bruder, der Terrorist« schreibt er, wie schwer es für ihn ist mitzuerleben, dass einige islamische Jugendliche seinen Bruder als Helden feiern, während sie Abdelghani Merah als Verräter bezeichnen.

Yogi Adityanath, Hindu-Priester und neuer Chief-Minister des bevölkerungsreichsten indischen Bundesstaates Uttar Pradesch, hat gleich nach seinem Amtsantritt Christen und Muslime in Angst und Schrecken versetzt. Per Dekret verfügte er die Schließung etlicher Fleischereien, die traditionell von Muslimen betrieben werden – angeblich um die Schlachtung von Kühen zu unterbinden, die den Hindus als heilig gelten. Beobachter vermuten jedoch, dass er so gegen religiöse Minderheiten hetzen will. Adityanaths Hassreden sind gefürchtet: Muslimischen Männern warf er vor, sie würden »im Liebes-Dschihad« systematisch Hindu-Frauen verführen. Mutter Teresa bezeichnete er als Teil einer Verschwörung zur Bekehrung von Hindus zum Christentum. Wer sich dem hinduistischen Sonnengruß verweigere, solle »im Meer ertrinken«. Auf den Trümmern der von Hindu-Nationalisten zerstörten Moschee in Ayodha will er einen Hindu-Tempel errichten lassen. Dass Indiens Ministerpräsident Narendra Modi dem Hindu-Priester die Leitung des wichtigsten Bundesstaates anvertraut, zeigt, dass sich die nationalistische BNP offenbar stark genug fühlt, ihren religionspolitischen Kurs durchzusetzen.

Ulrich Berens, Theologe und IT-Experte, hat die Kirchen aufgefordert, verstärkt freie Software einzusetzen und auf Systeme von Konzernen wie Microsoft und Apple zu verzichten. Damit könnten sie ein Zeichen gegen Macht und Wissensmonopole setzen. Freie Software stehe für Transparenz und helfe bei der fairen Verteilung von Wissen, weil sie auch jenen zugutekomme, die sich teuere Programme nicht leisten können.

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