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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2016
Eine Stadt sucht Heilung
Brüssel nach dem Terror
Der Inhalt:

»Zuhören ist das A und O«

von Bernd Müllender vom 15.04.2016
Alexandra Frings berät ehrenamtlich Menschen, die sich mit HIV infiziert haben. Sie weiß, wie viele Fragen sich nach der Diagnose auftun, denn sie ist selbst seit 13 Jahren HIV-positiv
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Ich berate Menschen, die kürzlich die Diagnose »HIV-positiv« erhalten haben. Eine meiner ersten Ratsuchenden war eine junge, frisch verheiratete Frau, Ende zwanzig. Ihre komplette Lebensplanung kam mit der Diagnose ins Wanken. Sie hatte Fragen über Fragen: »Kann ich überhaupt noch ein Kind bekommen?« »Klar«, hab ich gesagt, »das ist heute kein Problem mehr.« Gestern habe ich eine SMS von ihr bekommen: Sie ist schwanger. Wie schön!

Das Projekt, in dem ich ehrenamtlich arbeite, will Menschen eine erste Hilfe bieten. Als »Buddy«, wie wir uns nennen, bin ich ein »Kumpel« für Ratsuchende, jemand, der selbst betroffen ist und mit dem man über alles reden kann. Und gerade Neuinfizierte haben einen riesigen Redebedarf, gleichzeitig aber oft Angst, in ihrem engsten Umkreis darüber zu sprechen. Sie fragen

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