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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2016
Eine Stadt sucht Heilung
Brüssel nach dem Terror
Der Inhalt:

Türen öffnen in die neue Heimat

Ein junger Mann aus Syrien bringt eine Zeitung für Flüchtlinge heraus

»Abwab« ist das arabische Wort für Türen. So heißt die Zeitung für Flüchtlinge, die der 26-jährige Ramy al-Asheq in Köln gegründet hat. Er will Flüchtlingen damit den Start in ein neues Leben in Deutschland erleichtern. Und er weiß, wovon er spricht, denn al-Asheq kam selbst vor zwei Jahren als Flüchtling hierher. »Ich komme aus Syrien, aber ich bin kein Syrer«, erklärt er. Al-Asheqs Vater ist ein vertriebener Palästinenser, er selbst ist somit staatenlos.

Von Köln aus bringt der junge Mann mit dem schwarzen Lockenkopf nun einmal im Monat die arabischsprachige Flüchtlingszeitung heraus, die immer auch einige deutschsprachige Seiten enthält. Aber: »Die meisten Flüchtlinge können noch kein Deutsch, und auf Facebook, wo sie sich informieren, werden viele falsche Nachrichten gestreut«, sagt al-Asheq. Dagegen arbeite er an. Ramy al-Asheq ist ein zurückhaltender junger Mann mit einer einnehmenden, warmen Ausstrahlung.

Das Journal, so der 26-Jährige, befasse sich sowohl mit dem Leben in Deutschland als auch mit den Geschehnissen in Syrien. So war die Erstausgabe voller Artikel zu Merkels Flüchtlingspolitik. In der zweiten und dritten Ausgabe ging es um Entwurzelung und das Ankommen in einem fremden Land. Auch über die Kölner Silvesternacht und die »orientalische Belästigungskultur« schrieb eine syrische Autorin, eine andere berichtete über den deutschen Ämterdschungel. Die Gründung eines Flüchtlingsorchesters, das Grundgesetz und die Neuauflage von »Mein Kampf« – all das sind Themen, die al-Asheq gemeinsam mit einem Team von Autoren in mehreren deutschen Städten bearbeitet.

Im Dezember letzten Jahres ist Abwab zum ersten