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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2012
Russisch Roulette im Labor
Die falschen Versprechungen der grünen Gentechnik
Der Inhalt:

Eine neue Gerechtigkeit

vom 04.05.2012

Zu: »Ein besseres Leben für alle« (5/12)

Ein besseres Leben für alle kann erst möglich werden, wenn allgemein anerkannt wird, dass wir auf unserem Heimatplaneten »alle in einem Boot sitzen«. Das Streben nach Profit in einer individualisierten Konsum- und Spaßgesellschaft führt im Wettbewerb aller gegen alle zu Konkurrenz statt Kooperation (die allenfalls zur eigennützigen Steigerung der Produktivität gefördert wird). Dabei könnte die Menschheit mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle an die Ideale der Französischen Revolution anknüpfen. »Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit« wäre keine utopische Phrase mehr, sondern praktizierte Realität.

Harald im Spring, Wolfach

Der Artikel zu Götz Werner stellt ihn als Philantropen dar. Leider tritt er für das bedingungslose Grundeinkommen auch aus anderen Gründen ein. Dieses soll die Lohnkosten im Sinne der Unternehmen absenken. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist wünschenswert, aber nur im Zusammenhang mit einer solidarischen Bürgerversicherung und einem Mindestlohn. Eine Unternehmens-Subventionierung im Sinne Götz Werners wäre das Letzte, was wir uns wünschen sollten.

Wolfgang Berlin, Brühl

Nichts kann so bleiben, wie es jetzt ist in einer Ökonomie, die unendliches Wachstum, Konkurrenzstreben und Profitsteigerungen um jeden Preis als oberste Gebote postuliert. Daher greifen die Argumente zum Grundeinkommen zu kurz, da Befürworter wie Gegner diese aus dem real vorherrschenden, sprich kapitalistischen Wirtschaftssystem beziehen. Dass dieses einer Transformation in Richtung solidarischer-ökosozialer Ökonomie bedarf, um daraus ein Grundeinkommen (welches nicht nur monetär gedacht werden sollte) für alle schöpfen zu können, gehört für mich als langjährige Grundeinkommens-Aktivistin zusammengedacht.

Ute Plass, Worms

Man fragt sich nach dem Lesen der kontroversen Stellungnahmen, ob es in Deutschland denn immer gleich um den extremen Gegensatz gehen muss, ohne ein langsames Herantasten an Kompromisse. Es ließe sich vorsichtig beginnen: Schon ein niedriges Grundeinkommen für alle würde Machtverhältnisse positiv verändern auf dem (Leih-)Arbeitsmarkt und als kreative Antwort dienen können auf die schwer nachprüfbare Mindestlohnpraxis.

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