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Immer diese Polenwitze

Was deutsche Stipendiaten im polnischen Parlament und junge Polen im Bundestag erleben – Erfahrungen eines Austauschs
von Jens Mattern vom 06.05.2011
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Bei Krzysztof Kucharski kann man sich schon vorstellen, dass er gern mit Deutschen zu tun hat. Zumindest entspricht der 25-jährige Warschauer ein paar deutschen Klischees: Er liebt Pünktlichkeit und ist zur verabredeten Zeit in einem Café am Rande Warschaus. Er trägt Kurzhaarfrisur, kariertes Hemd und hofft, sich beruflich zwischen Deutschland und Polen aufhalten zu können. »Ja, ich bin sehr zufrieden mit dem Stipendium«, sagt er. Krzysztof Kucharski nimmt an einem nicht alltäglichen Austausch teil. Rund 120 junge Menschen aus 28 Nationen kommen nach Berlin, schauen sich an, wie der Bundestag funktioniert, und greifen einem Abgeordneten unter die Arme. Mit Polen, dem schwierigsten Nachbarn Deutschlands, bestehen die Kontakte schon seit zwanzig Jahren. Und seit 2007 läuft dieses Stipendium auch auf Gegenseitigkeit: Junge Deutsche können für fünf Monate den polnischen Sejm kennenlernen. Wer sind die jungen Leute, die sich für so etwas interessieren? Und was nehmen sie nach einem solchen Stipendium mit in ihr Leben und in ihr Heimatland?

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