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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2019
Wahrheit
Auf der Suche nach einem Ideal
Der Inhalt:

Vorgespräch: Ein neuer Blick auf Afrika

Fragen an Stefanie Hirsbrunner, die Anfang April das »African Book Festival« in Berlin veranstaltet

Publik-Forum: Frau Hirsbrunner, Sie veranstalten im April das »African Book Festival« in Berlin. Was versprechen Sie sich davon?

Stefanie Hirsbrunner: Einen neuen Blick auf die Politik und die Literatur Afrikas! Anders als bei anderen Literatur-Events sind die afrikanischen Autoren hier nicht nur Gäste, sie gestalten das Programm des Festivals selbst. Die künstlerische Leitung liegt in diesem Jahr bei der simbabwischen Autorin Tsitsi Dangaremba. Alle Themen, Perspektiven, Diskussionen des Festivals liegen komplett in afrikanischer Hand. Literatur ist ein ganz eigener Ansatz, um auf die Wirklichkeit dieses Kontinents zu schauen, der sonst immer nur aus westlicher Sicht problematisiert wird.

Schreiben Afrikaner und Afrikanerinnen anders als europäische Autoren?

Hirsbrunner: Jeder Autor und jede Autorin schreibt anders! Aber genau wie Europäer erzählen afrikanische Autoren gute Geschichten. Das ist ja gerade das, was wir bei dem Festival zeigen wollen. Im deutschen Sprachraum werden Afrikas Autoren bisher vernachlässigt: Von den 180 Büchern, die hier von 22 renommierten, preisgekrönten Festivalgästen präsentiert werden, sind gerade acht ins Deutsche übersetzt worden.

In welcher Sprache findet das Festival statt?

Hirsbrunner: Auf Englisch. Aber das meiste wird auch auf Deutsch übersetzt.

Was passiert denn da alles?

Hirsbrunner: Bei der Eröffnungsfeier stehen der ARD-Fernsehkritiker Dennis Scheck und der nigerianische Autor Ben Okri auf der Bühne und sprechen über dessen neuen Roman »T