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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2018
Hoffen über den Tod hinaus
Ein Streifzug durch die Religionen
Der Inhalt:

Lecker, legal – und mafiafrei

Libera Terra, Freies Land, lautet der Markenname für mafiafreie, köstliche Bioprodukte. Libera Terra gibt es im Eine-Welt-Laden in Gießen, Plattling, Dachau oder Rastatt zu kaufen. Seit 1982 besteht in Italien ein Gesetz, das es dem Staat ermöglicht, Mitglieder der Mafia und ähnlicher Verbrecherorganisationen zu enteignen. Ein weiteres Gesetz eröffnet die Möglichkeit, diese »sequestrierten«, also enteigneten Güter Sozialgenossenschaften zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Häufig befinden sich die befreiten Ländereien in einem Zustand völliger Verwahrlosung und müssen für die landwirtschaftliche Nutzung erst wieder aufbereitet werden. Kooperativen wie Placido Rizzotto oder die nach dem von der Mafia ermordeten linken Politiker Pio la Torre benannte Genossenschaft auf Sizilien sowie Terre di Puglia in Apulien produzieren kontrolliert biologisch angebaute Weine, Früchte, Gemüse, Saucen, Gebäck und Feinkostspezialitäten auf befreitem Land. Zugleich eröffnen sie im strukturschwachen Süditalien jungen Leuten eine legale Arbeitsperspektive.