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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2017
Angriff auf die freie Wahl
Wie Datenjäger die Demokratie gefährden
Der Inhalt:

Hauptbahnhof Berlin: Oper für Obdachlose

Der Berliner Hauptbahnhof wurde zum Opernhaus. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn lud die Berliner Stadtmission im Erdgeschoss kürzlich zu einer »Oper für Obdach« ein. Zu hören war Franz Schuberts (1797-1828) melancholischer Liederzyklus »Winterreise« als »Ein-Mann-Oper«, vorgetragen von dem Bariton Christoph von Weitzel und dem Pianisten Frank Wasser am Klavier. Zu sehen war auch eine Fotoausstellung »Die Unsichtbaren« mit Porträts von Obdachlosen. Aufführung und Ausstellung wollen mitten im Trubel des Hauptbahnhofs auf die zunehmend dramatische Situation von Obdachlosen in Berlin und Deutschland aufmerksam machen und zur Beteiligung an Hilfsprogrammen und Lösungen motivieren, sagte Stadtmissionssprecherin Ortrud Wohlwend. Über Obdachlose gibt es keine offizielle Statistik. Schätzungen zufolge leben 335 000 Menschen in Deutschland auf der Straße, darunter 29 000 Kinder. Seit 2012 ist die Zahl um fünfzig Prozent gestiegen. Die »Oper für Obdach« wurde bereits in zahlreichen Städten aufgeführt.

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